8. Mai 2015

Rezension

Elin Hildebrand - Das Sommerversprechen




Eckdaten:
Titel: Das Sommerversprechen
Autorin: Elin Hildebrand
Format:  Taschenbuch
               378 Seiten
               9,99 Euro
Verlag: Goldmann

Zur Autorin: 

Elin Hildebrand, hat ihre besten Ideen am Strand oder in den belebten Straßen von Boston. Ihre drei Kinder beknien sie stets, im Beisein von anderen Leuten nicht lauthals zu singen oder zu tanzen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie auf Nantucket, Massachusetts, wo auch ihre Geschichten spielen. Ihre Bücher stehen regelmäßig in den Top Ten der New-York - Times- Bestsellerliste. "Das Sommerversprechen" ist ihr dreizehnter Roman.

Zum Buch:

     Dabney ist Expertin in Herzensangelegenheiten - solange es nicht um ihre eigenen geht...
Seit mehr als einem Vierteljahrhundert leitet die 48-jährige Dabney die Handelskammer von Nantucket, und jeder kennt und liebt sie. Nicht nur wegen ihres Postens, sondern vor allem, weil sie die inoffizielle Heiratsvermittlerin der Insel ist: Dabney hat schon über vierzig Paare zusammengeführt. Seit ihrer Jugend erkennt sie, ob zwei Menschen zueinander passen. Doch als Dabney erfährt, dass sie Krebs und nur noch wenige Monate zu leben hat, beschließt sie, diese Zeit darauf zu verwenden, die richtigen Partner für die Menschen zu finden, die sie am meisten liebt: für ihren Ehemann, ihren Liebhaber und für ihre Tochter. Die Frage ist nur, was die drei selbst davon halten ...

Der erste Absatz:
Dabney konnte es nicht fassen. Sie blinzelte zweimal, dachte daran, dass sie nicht mehr die Augen eines Mädchens oder auch nur die einer jungen Frau hatte, dass es ihr neuerdings nicht so gut ging. Oder spielte ihr Verstand ihr einen Streich? Nach siebenundzwanzig Jahren? Betreff: Hallo.

Dabney lebt und arbeitet auf Nentucky,einer Insel. Verlassen tut sie die Insel nur in Ausnahmesituationen, meidet es aber jeglich. Was sie auch den Kontakt zu ihrer großen Liebe Clen kostete. Nichtsdestotrotz hat sie ein ausgefülltes Leben mit ihrem Mann Box, einen Universitätsprofesser. Dabney fungiert auch als Kupplerin, über 40 Beziehungen und Ehen gehen auf ihr Konto... 23 Jahre sind vergangen, als Clen ging, und nur eine einzige Mail verändert Dabneys Leben.. Eine Mail von Clen, indem er ihr mitteilt das er auf die Insel zurückkehrt.. Nicht nur der intensive Kontakt zu Clen sondern auch noch eine schwere Krankheit bringt Dabney dazu all ihre Lieben zu versorgen und das Chaos zu beseitigen....

Es gibt Moment da will man den Protagonisten einfach nur packen und mal kräftig schütteln, damit sie wieder klar denken. So ging es mir leider mit Dabney,  in meinen Augen ist Gesundheit sehr wichtig u man sollte schnell danach gehen wenn man merkt das etwas nicht mit einem stimmt. Ansonsten hat mir die Geschichte gut gefallen,trotz anfänglicher Verwirrung. Vorallem die Verwirrung beim Klappentext, da hat ich mir dann was anderes Vorgestellt. Aber ich bin ja für alle Überraschungen offen :) .... 
Der Schreibstil,ist recht flüssig und das Cover lädt zum träumen ein.

2. Mai 2015

Rezension

Susanne Goga - Der dunkle Weg



Eckdaten: 

Titel: Der dunkle Weg
Autorin:  Susanne Goga
Format: Taschenbuch
              448 Seiten
              9,99 Euro
Verlag: Diana Verlag


Zur Autorin: 

Susanne Goga, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin und Autorin. Im Diana Verlag erschienen bereits drei Romane, darunter »Die Sprache der Schatten«, für den sie 2012 mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet wurde, und der Spiegel-Bestseller »Der verbotene Fluss«. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

Zum Buch:

                               Eine Reise nach Irland, die alles verändert

Hamburg 1912: Gegen den Willen ihrer Eltern begibt sich die Kaufmannstochter Ida auf eine gewagte Reise: fort von ihren Pflichten, auf nach Irland. Dublin empfängt sie weltoffen, kreativ und gegensätzlich – genau die Abwechslung, die Ida gesucht hat. Schnell findet die junge Künstlerin Arbeit, schließt Freundschaften und lernt den Arzt Cian kennen – und lieben. Voller Zuversicht hofft Ida auf eine Zukunft mit ihm, eine eigene Familie, ein neues Leben in Irland. Doch Europa stehen blutige Zeiten bevor, und bald muss Ida um ihre Träume kämpfen.


Der erste Absatz:


                                                   Mai 1916

Sie ging durch einen langen Flur. Kahler Steinboden, hölzerne Türen, in die kleine, viereckige Gitter eingelassen waren. Ein feuchter, muffiger Geruch und eine Kälte, die bis ins Innerste drang.....



Was für ein Anfang...
Es gibt ja Bücher die es nicht sofort schaffen einen in den Bann zu ziehen.
Aber Susanne Goga hat es definitiv geschafft mich zu packen. Ich war ja von vornherein schon total neugierig auf das Buch und konnte es gar nicht abwarten bis es endlich kam,da mich der Klappentext schon fest im Griff hatte.
Enttäuscht wurde ich hier definitiv nicht, historische Bücher sind ja sowieso meins da man da noch so viele Dinge erfahren kann und mein Kopf braucht nun mal eine menge Futter und das ist mit historischen Romanen  ausreichend getan :)
Der Roman spielt in der Zeit vor dem Bürgerkrieg der in Irland/ England herrschte. 
Hier lernen wir Ida kennen, sie lebt in Hamburg, hat aber eine Freundin in Irland, Dublin. Nach einem Besuch bei ihr, geht ihr die Stadt und das Land einfach nicht mehr aus dem Kopf und sie beschließt nach Dublin zu ziehen, gegen den Willen ihrer Mutter. Was Ida aber nichts ausmacht da das Verhältnis leider nicht so eng ist.
In Dublin lernt sie  ganz schnell viele Leute kennen (die auch historisch belegt sind). Mit diesen Leuten, ganz speziell mit dem jungen Arzt Cian lernt sie nicht nur die schönen Seiten Dublins kennen sondern auch die dunklen Seiten.
Da wo es den Leuten nicht so gut geht und sie um ihr täglich Brot kämpfen.. Cian zeigt ihr sehr viel und Ida malt (Sie ist ja Malerin) prekäre Situationen die dann in einemBuch veröffentlicht werden.
Aber auch Cian, dem sie schnell näher kommt, hat eine Schattenseite..
Was sich dahinter verbirgt und warum er so manches mal Geheimnisvoll ist das müsst ihr selber herausfinden, in dem ihr das Buch lest ;)

 





26. April 2015

Rezension

Michael Schofield - Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter






Eckdaten:

Titel: Ich will doch bloß sterben, Papa : Leben mit einer schizophrenen Tochter
Autor: Michael Schofield
Format: Hardcover
             336 Seiten
             19,99 Euro
Verlag: Kösel - Verlag








Zum Autor:

Michael Schofield betreibt einen Blog über die Geschichte der Schizophrenie seiner Tochter und ist Dozent an der California State University, Northridge. Zusammen mit seiner Frau Susan gründete er die Jani Foundation zur Unterstützung von psychisch kranken Kindern und deren Eltern (www.janifoundation.org).

Zum Buch: 

Seit Jahren versuche ich nachzuvollziehen, wie es möglich sein kann, dass es zu Beginn des 21. Jahrhunderts immer noch Menschen, ja selbst Ärzte gibt, die einfach nicht akzeptieren wollen, dass Schizophrenie auch im Kindesalter auftreten kann. Es bestürzt mich, wie viele Menschen mir schreiben, Jani sei von Dämonen besessen und müsse exorziert werden. Letztlich läuft es auf ein und dasselbe hinaus: Verleugnung.
Doch als Jani mir erklärte, sterben zu wollen, ging mir endlich auf, wo diese Verleugnung ihre Wurzeln hat. Man hält an den Missbrauchsvorwürfen oder der Dämonthese fest, weil das Halt bietet. Die Vorstellung einer realen und ganz und gar unerklärlichen  Krankheit ist zu beängstigend. Wenn Jani an Schizophrenie erkranken kann, dann kann es jeden von uns treffen. Und für viele ist die Vorstellung einfach nicht zu ertragen, dass dazu nicht mehr nötig als ein kleiner Kurzschluss im Hirn.
   "Dies ist kein Requim für ein Kind. Es ist eine Reise aus der Finsternis ans Licht."

Der erste Absatz:

Schizophrenie ist ein wenig wie Krebs. Man kann sich nie ganz sicher sein, dass er völlig verschwunden ist. Auch wenn man symptomfrei ist: Hatte man den Krebs einmal im Leib, so besteht bis zum letzten Atemzug die Gefahr, dass er zurückkehrt. Nach Jahren des unermüdlichen Herumprobierens bekommt meine Tochter heute einen Medikamentenmix, durch den sich die schlimmsten Symptome ihrer Schizophrenie bändigen lassen. Die Halluzinationen sind zwar nach wie vor präsent, aber sie sind jetztmit einem Fernseher vergleichbar, der bei leise gestelltem Ton im Hintergrund läuft. Die meiste Zeit stellen sie für ihr Funktionieren in unserer Welt keine Beeinträchtigungen dar. Doch es gibt Zeiten, da schwillt die Lautstärke an, bis ihre Aufmerksamkeit so in Anspruch genommen ist, dass sie sich in jener Welt verliert und nicht länger zwischen Realität und Fantasie zu unterscheiden vermag.


In diesem Buch schildert Michael Schofield den täglichen "Kampf" mit den Ärzten und wie er um seine Familie kämpft, da er Jani einfach nicht aufgeben will. Über Monate geht er  mit Jani von Arzt zu Arzt und Klinik zu Klinik um Gewissheit zu haben was er schon immer gedacht hat,aber einfach nicht wahr haben wollte... Das seine über alles geliebte Tochter Schizophrenie hat... Er kämpft wahnsinnig stark und ich hatte so oft das Gefühl das Jani's Mutter einfach nicht den Willen oder die Kraft hatte das alles mitzumachen,den so oft kam es rüber das sie Jani einfach fallen lassen will.   
Es ist so emotional geschrieben das ich des öfteren einfach eine Pause einlegen musste um das alles sacken zu lassen. Ich habe in meinem Freundeskreis selbst jemanden mit einer Tochter die an Schizophrenie erkrankt ist und ich selbst bin so Zwiegespalten wenn sie mir erzählt was ihre Tochter anstellt und wie auch sie in ihrer eigenen Welt lebt. Irgendwo will man vielleicht Ratschläge geben aber es ist schwer, da ich selbst die Tochter nur von Erzählungen und Berichten kenne... Aber ich würde auch immer um mein Kind kämpfen egal was es für eine Krankheit hat oder wie der weitere Weg sich entwickelt. Es ist das eigen Fleisch und Blut.
Ich würde das Buch jeden Empfehlen,einfach um jeden klar zu machen das Schizophrenie eine ernst zunehmende Krankheit ist und es jeden treffen kann.

 

18. April 2015

Rezension

Linda Holeman - Das Lied der Hoffnung 





Eckdaten:

Titel: Das Lied der Hoffnung
Autorin: Linda Holeman
Format: Taschenbuch
              607 Seiten
              9,99 Euro
Verlag: Goldmann






Zur Autorin: 

Linda Holeman, geboren im kanadischen Winnipeg, arbeitete nach ihrem Studium der Soziologie und Psychologie zunächst zehn Jahre als Lehrerin, bevor sie mehrere preisgekrönte Kurzgeschichten sowie zahlreiche Bücher für Kinder und Jugendliche veröffentlichte. Mit dem Äußerst erfolgreichen historischen Roman "Smaragdvogel" schrieb sie dann ihr erstes Buch für Erwachsene, dem weitere Romane folgten. Die Autorin lebt in Toronto.

Zum Buch:

             In einer Zeit des Aufruhrs kämpft eine junge Gräfin um ihr Glück...
Russland 1861: Die Welt der jungen Gräfin Antonina zerbricht, als ihr kleiner Sohn Mischa bei einem Ausritt entführt wird. Zwar entkommt ihr Mann der räuberischen Kosakenbande, doch er ist nach dem Verlust des Jungen nur noch ein Schatten seiner selbst. Plötzlich muss Antonina nicht nur um ihr Kind bangen, sondern auch um den Landsitz der Familie, der im Sturm sozialer Unruhen unterzugehen droht. In ihrer Not wendet sich die junge Frau an den Gutsverwalter Grischa und macht sich mit ihm auf die Suche nach ihrem Sohn. Doch Grischa verbirgt ein dunkles Geheimnis...

Der erste Absatz:

April 1861
An dem Tag, an dem sein Sohn geraubt wurde, nahmKonstantin eine Veränderung in der Luft wahr. Einen unterschwelligen Geruch, die ersten zarten Anzeichen, dass der Frühling nahte, um den langen Winter zu vertreiben. Das ist es, woran er denkt- an den Geruch in der Luft-, als die Männer vor ihm auftauchten.


Ich bin noch voll im "Rausch" des russischen Zaubers. :)
Lange Zeit hab ich kein historisches Buch gelesen und dank dem Bloggerportal hatte ich nun die Möglichkeit dies zu tun...
Erzählt wird die Geschichte von Antonina, von ihrer Kindheit an bis zu dem Punkt als ihr geliebter Sohn Mischa verschwindet und weiter hinaus.
Als von ihrer Kindheit erzählt wird, lernen wir auch Lilja kennen, die Tochter eines Leibeigenen auf den Hof ihres Vaters. Sie Freunden sich an,doch die Freundschaft soll nicht ewig halten denn Lilja wird auf ein anderes Gut gebracht.
Das sich ihre Wege wieder kreuzen,wissen die beiden zu diesen Zeitpunkt noch nicht.
Doch Lilja hat ein Geheimnis...
Dann gibt es neben Antonina und Lilja noch eine weitere Hauptperson und das ist der Gutsverwalter Grischa.  Grischa aber hat eine menge auf dem Kerbholz und scheint nicht der zu sein, der er sich der Gräfin gegenüber zu zeigen scheint..
Wird Gräfin Antonina je ihren Sohn wieder in ihre Arme schließen können??
Das müsst ihr schon selber lesen....
 Hätte mich mein neuer Job nicht ganz so doll "fertig" gemacht dann wär ich schon schneller fertig gewesen denn es liest sich schnell und flüssig und man ist immer mittendrin.
Linda Holeman schafft es einen in den Bann zu ziehen.. Ich war so bezaubert das ich das Gefühl hatte das ich mit der Gräfin auf der Veranda stand, als sie Abends in die Sterne schaut.