29. März 2015

Rezension

Linda Newbery - Der Tag, an dem Rose verschwand 

Eckdaten:

Titel:  Der Tag, an dem Rose verschwand
Autorin:  Linda Newbery
Format:   Hardcover
                414 Seiten
                19,99 Euro
Verlag:     blanvalet


Zur Autorin:

Linda Newbery studierte und unterrichtete Englisch, bevor sie ihr erstes Buch verfasste. Sie veröffentlichte bereits mehrere Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die vielfach ausgezeichnet wurden, u.a. mit dem Costa Children's Book Award. Zur Zeit lebt sie mit ihrem Mann und drei Katzen in einem kleinen Dorf in der Grafschaft Oxfordshire im Süden Englands.



                      Es geschah um Viertel nach zwei an einem Mittwochnachmittag...

Als Anna sich an einem heißen Sommertag auf den Weg in die Stadt macht, genießt Rose die Sonne im Garten. Und Anna ahnt nicht, dass sie ihre Schwester zum letzten Mal gesehen hat. Zwanzig Jahre später fällt es Anna schwer, in die Zukunft zu blicken, wo doch Rose immer nur Vergangenheit sein wird. Auch ihre Mutter, die schon einmal einen geliebten Menschen verlor, scheint mit der Tragödie nicht abgeschlossen zu haben - und ein Geheimnis zu verbergen...


Der erste Absatz:

August 1990
Es war jener Tag, an dem alles endete und etwas Neues unaufhaltsam seinen Lauf nahm. Von da an zuckten wir zusammen, wenn das Telefon klingelte, und wenn jemand an der Haustür klopfte, hielt das ganze Haus den Atem an

Zum Buch:

Ein sehr stimmiges Cover, ein Mädchen das die Schienen entlang geht und am Horizont Nebel.. Der Fantasie ist freien Lauf gelassen wenn man es betrachtet. 
Ich habe den Klappentext ja nicht gelesen,einfach um zu testen ob meine Gedanken die ich zu dem Titel und dem Cover hatte mit der Geschichte übereinstimmen. Und ich muss sagen das es schon in die Richtung ging, ich aber doch Stellenweise überrascht wurde. Ein Roman der einen nicht kalt lässt, der Schreibstil der flüssig ist und es einfach so wegliest und man nicht möchte das es endet. So ging es mir.
Aber trotzdem ein wunderschönes Ende.
Aber in welcher Hinsicht wunderschön das müsst ihr schon selber lesen ;) 

Anna lässt es keine Ruhe mit ihrer Schwester Rose, das sie einfach verschwindet. 
Sie recherchiert sehr viel und trifft sich mit Personen die in Rose's Leben eine Rolle gespielt haben und erfährt so einige Dinge..
Ihre Mutter kommt nie drüber hinweg und ist sehr verschlossen.. Da sie in ihrer Jugend einen geliebten  Menschen verloren hat.. Doch das ist nicht alles..

Das Buch ist in drei Zeiten geteilt, aber man ist doch immer mittendrin :)
Zum einen die heutige Zeit (Anna's Geschichte um ihre verworrene Liebe mit Martin und seiner Ex-Frau die zur Freundin wird).
Dann die Zeit als Rose verschwunden war und dann "reist" man noch in die 60'er und erfährt die bewegende Geschichte der Mutter.

Ein sehr packender Roman und Linda Newbery hat mich wieder einmal in ihren Bann gezogen.

Da gibt es 5 von 5 Sterne von mir


 

25. März 2015

Rezension

Paul Pickering - Die Frau des Leoparden

Eckdaten:

Titel: Die Frau des Leoparden
Autor: Paul Pickering
Format: Hardcover
             320 Seiten
             19,99 Euro
Verlag: C. Bertelsmann Verlag

Zum Autor:

Paul Pickering wurde 1952 in Yorkshire, England geboren und hat bereits sechs vielbeachtete Romane veröffentlicht. Drei davon waren für den Man-Booker-Preis nominiert. Er liebt es, wilde und unberührte Gebiete zu bereisen und war der erste Brite der Neuzeit, der 2000 Kilometer den Kongo hinabfuhr. Der Autor lebt mit Frau und Tochter in London.



Als der Pianist Stanley Miles-Harcourt, genannt Smiles, für ein Wohltätigkeitskonzert in Kinhasa eintrifft, bringt man ihn nicht ins Hotel,sondern zu einer Beerdigung. Drei Tote sollen beigesetzt werden: einer davon Smiles selbst. Er begreift, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht und dass er in höchster Gefahr ist. Dank der Hilfe eines Einheimischen kann Smiles mit seinem wertvollen Konzertflügel auf ein marodes Schiff fliehen, das den Kongo aufwärts ins "Herz der Finsternis" fährt. Mitten im Urwald soll das Friedenskonzert stattfinden,das, weltweit im Radio übertragen,auf Missstände in der Republik Kongo hinweisen soll. Mit auf dem Boot ist Lola, eine unwiderstehlich schöne Frau, der Smiles auf der Stelle verfällt. Doch auch hier lauert Gefahr: Denn Lola ist verheiratet - mit dem "Leoparden", einem besonders blutrünstigen Militärführer. Durch die Verführungskraft hat sie schon einmal einen Bürgerkrieg ausgelöst...
Smiles hat für seine Reise aber noch ein anderes Motiv als das Konzert: Der Initiator des Konzerts, Lyman Andrew, war Lehrer an Smiles' Internat in England. Er erkannte sein musikalisches Talent. Smiles hat dem Lehrer,dem er so viel verdankte, einst Schaden zugefügt. Das will er nun wiedergutmachen. Doch im dampfenden Dschungel spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu....


 Der erste Absatz:
Der Junge hatte gehofft, dass ihm Smiles, der knochendürre Engländer, noch mehr von den Geheimnissen des achtarmigen Oktupus erzählen würde, bevor er von dem Mob, der in der schwülen Nachmittagshitze heranrückte, umgebracht wurde.

Zum Buch: 
Das Cover ist sehr schön, hätte ich es nicht als Leseexemplar bekommen dann hätte ich dieses Buch definitiv als Coverkauf verbucht.
Ja ich kaufe des öfteren oder fast immer nach gefallen des Covers.

Der Autor hatte wohl keine Lust mehr :(  
Der Schluss war mir zu abrupt, ich hätte mir da etwas mehr gewünscht,auch wenn das Buch teilweise langatmig war.

Wo ich mir dachte, wann hört endlich dieses verdammte Kapitel auf.

Aber dann gab es da wieder diese Stellen,die einen in den Bann gezogen haben und man schon schwer Schlucken musste wenn man da die ein oder andere Sache über "versnobte" englische Internate erfährt oder diese Stellen wo man einfach nur Schmunzeln muss weil so viel für ein Konzertflügel getan wird.  Der aber im Endeffekt....Nee nee das Verrat ich euch nicht :)
Ansonsten war es sehr in Waage, englische "kühlheit" inmitten Afrikas, und Afrikaner sind bekanntlich eher "gelassen"..

Smiles, war mir ja schon sympathisch.. Obwohl er wusste das Lola verheiratet ist,fühlt er sich zu ihr hingezogen und es wird auch mehr daraus.. Aber seine Hintergrundgeschichte ist schon..puuhhh..
Naja und Lola fand ich ohne Worte.. Diese Frau ist Grund für Bürgerkriege und bleibt einfach mal nicht treu.. Und weil das ja nicht Grund genug ist verdreht sie Smiles noch den Kopf, das endet doch never ever nicht gut.
AAAAHHHHHHH
Denn sie ist doch mit DEM "Leoparden" verheiratet.. 

Ich bin gern mit meinen Gedanken in die unendlichen weiten des Kongos versunken, aber es konnte mich nicht zu tausend Prozent überzeugen, leider..
Deswegen gibt es von mir nur maximale drei Sterne..


                                    



19. März 2015

Wenn der Postbote täglich klingelt...


           Ja ist denn schon Weihnachten ;)



Mich haben die Tage so einige Rezensionsexemplare ( da gibts doch jetzt so ein tolles Bloggerportal ) erreicht die ich euch kurz zeigen mag und will und ihr auch nicht drumrum kommt..smile...  In den nächsten Wochen wird es dann die Rezension zu jedem Buch geben.
Ich freue mich riesig drauf :)


1. Paul Pickering - Die Frau des Leoparden
2. Linda Newbery - Der Tag, an dem Rose starb
3. AmyTan - Das Kurtisanenhaus
4. Linda Holeman - Das Lied der Hoffnung
5. Deana Zinßmeister - Der Pestreiter
6. Enzo Fileno Carabba - Wie zwei alte Schachteln einmal versehentlich die Welt retten

17. März 2015

Rezension

Kathryn Stockett - Gute Geister


Eckdaten:

Titel: Gute Geister
Autorin: Kathryn Stockett
Format:  Taschenbuch
               605 Seiten
               9,99 Euro
Verlag: btb



Zur Autorin:
Kathryn Stockett ist in Jackson, Mississippi, aufgewachsen, wo ihr Roman spielt. Nach dem Studium der Englischen Literatur zog sie nach New York, wo sie bei Zeitschriftenverlagen arbeitete. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Atlanta. "Gute Geister" ist ihr erster Roman, der gleich zu einen phänomenalen Erfolg wurde.

                     Veränderung beginnt mit einem Flüstern 

Jackson, Mississippi, 1962: Skeeter ist frustriert. Nach dem Studium verbringt sie die Tage auf der elterlichen Baumwollfarm, als einzige ihrer Freundinnen ohne ein Ring am Finger. Sehr zum Missfallen der Mutter. Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus den engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Und um diesen Ziel näher zu kommen, verbündet sie sich mit zwei schwarzen Dienstmädchen, die ebenso wie sie unzufrieden sind: Aibileen zieht die Kinder ihrer Arbeitgeber auf und bringt ihnen bei, sich selbst zu lieben - das Tafelsilber darf sie aber nicht anfassen. Und Minny trägt das Herz auf der Zunge. Und gemeinsam beschließen die drei außergewöhnlichen Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und etwas Unglaubliches zu wagen...

Der erster Absatz:
Mae Mobley ist im August 1960 geboren, an einen Sonntag in der Früh. Ein Kirchzeitkind, wie wir sagen. Weiße Babys zu versorgen ist meine Arbeit, mitsamt den ganzen Kochen und Putzen. Siebzehn Kinder hab ich in meinem Leben aufgezogen. Ich weiß, wie man's macht, dass die kleinen einschlafen, nimmer weinen und aufs Klo gehen lernen, eh ihre Mamas am Morgen auch nur aus dem Bett kommen.



Zum Buch:
Das Cover allein lädt schon zum kaufen ein, ohne das man je den Klappentext gelesen hat.
Satte Farben  ohne viel Schnörkelei, sehr Aussagekräftig.
Ein Schreibstil der einen sofort in den Bann zieht.

Drei Frauen treffen in dem Buch zusammen.
Zum einen Minny,  die sehr gut kochen und backen kann, aber ihre Jobs stets verliert da sie recht vorlaut ist. Sie hat fünf Kinder und einen Mann um die sie sich auch noch kümmern muss.
Aibileen,  die seit Jahrzehnten die Kinder der weißen großzieht und ihnen beibringt sich selbst zu lieben.."Du bist ein schlaues Mädel, du bist ein feines Mädel." .. Aibileen hat vor drei Jahren ihr einzigstes Kind verloren und ist seitdem alleine.
Und dann haben wir noch Miss Skeeter, eine junge weiße, die die einzigste unter ihren Freundinnen ist die noch keinen Mann und keine Kinder hat. Ihre Mutter hat extra einen"Hässlichkeitsfond" für sie eingerichtet  weil sie ja keine Schönheit ist u wohl nie einen Mann abbekommen wird. Nur Skeeter hat andere Pläne, sie will nach New York und will da groß rauskommen als Journalistin.. Sie hat die Chance ein Buch zu veröffentlichen und braucht dazu eine sehr sehr gute Idee um überhaupt da reinzukommen, in die große Welt des Journalismus..
Was Aibileen und Minny damit zu tun haben, das müsst ihr selber lesen..

Meinung:
Das Buch ist der Wahnsinn, es hat mich aus einer langen langen Leseflaute gerettet und ich war sofort drin. Ein flüssiger Schreibstil mit doch recht langen Kapiteln, die aber schnell zu lesen sind.
Zu erfahren wie es in den sechzigern war und wie schlimm die Sklaverei war, war schon schockierend.  Das zum beispiel die Schwarzen einfach auf der Straße erschossen wurden, das den weißen Kindern eingetrichtert wurde, dass Schwarze ein extra Klo brauchen weil sie angeblich andere Krankheitskeime in sich tragen.
Ich habe nach dem Buch noch den Film gesehen und brauchte viele viele Tage um das erstmal sacken zu lassen. Und mir geht es heut noch nicht aus dem Kopf.
Jederzeit würde ich das Buch weiterempfehlen und es wird mit Sicherheit ein Reread geben in den nächsten Jahren.

Bewertung: